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Fachbegriffe aus dem Bereich Neubau einfach erklärt

Abgeschlossenheitsbescheinigung

Damit aus Wohnräumen eigenständiges Wohneigentum werden- und im Grundbuch eingetragene werden- kann, benötigt man eine Abgeschlossenheitsbescheinigung. Dabei gelten Vorschriften des Wohnungseigentumsgesetzes (§ 3 Abs. 2 Satz 1 WEG). Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird durch Sachverständige erstellt.

Außenbereich

Zum Außenbereich(§ 35 BGB) gehören die Flächen einer Gemeinde, die nicht im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplanes liegen und nicht unbeplanter Innenbereich sind. Grundsätzlich darf im Außenbereich nicht gebaut werden. Ausnahmen sind bei sog. privilegierten Vorhaben möglich (beispielsweise für landwirtschaftliche Betriebe).

Bauanzeige

Mit der Bauanzeige meldet der Bauherr den geplanten Neubau bei dem für ihn  zuständigen Bauamt an. Das ist möglich, wenn kein vereinfachtes oder herkömmliches Baugenehmigungsverfahren erforderlich ist (bespielsweise bei Bestehen eines gültigen Bebauungsplans). Die genauen Vorgaben für die Bauanzeige regeln die Landesbauordnungen der Bundesländer.

Der Architekt erklärt, dass er die Zulässigkeit des Projekts anhand der aktuellen Bauvorschriften überprüft hat. Er trägt die Verantwortung dafür, dass alle bauordnungsrechtlichen Regelungen und Vorgaben des Bebauungsplanes beachtet wurden. Die üblichen Bauvorlagen und ggf. erforderliche Nachweise müssen auch bei diesem Verfahren eingereicht werden.

Bei bestimmten sehr einfachen Gebäuden (einfacen Garagen, Carports, Schuppen usw.) kann auf die Beteiligung eines Bauvorlageberechtigten (beispielsweise eines Architekten) verzichtet werden. Dies ist jedoch zuvor mit der Baubehörde abzustimmen.

Der Bauherr darf mit der Errichtung seines Neubaus nach Ablauf eines Monats nach Eingang der Bauanzeige bei der Bauaufsichtsbehörde beginnen, wenn die Behörde die Bauausführung nicht untersagt oder vorher schon freigegeben hat. Das Recht zur Errichtung des angezeigten Bauwerks besteht vier Jahre lang.

Bauerwartungsland

Unter Bauerwartungsland versteht man Grundstücksflächen, die nach nach ihrer Eigenschaft, ihrer sonstigen Beschaffenheit und ihrer Lage in absehbarer Zeit eine Bebauung erwarten lassen. Indizien dafür können eine Darstellung des Gebietes als Baufläche in einem Flächennutzungsplan, ein entsprechendes Verhalten der Gemeinde oder die allgemeine städtebauliche Entwicklung des betroffenen Gemeindegebietes sein. Ob aus Bauerwartungsland irgendwann tatsächlich Bauland wird, ist allerdings offen.

VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen)

Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist ein im Auftrag des Deutschen Vergabe- und Vertragsausschusses für Bauleistungen herausgegebenes dreiteiliges Klauselwerk, das aus 3 Teilen besteht.

Es enthält in Teil A Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (durch öffentliche Auftraggeber) (abgekürzt VOB/A), in Teil B Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B) sowie in Teil C Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C) mit gewerkespezifischen technischen Vorschriften über die Ausführung und Abrechnung der jeweiligen Bauleistungen

Die VOB ist kein Gesetz, Erlass, Rechtverordnung oder ähnliches, sondern ein von "interessierten Fachkreisen" entwickeltes Regelwerk für Bauleistungen. Für öffentliche Auftraggeber ist die VOB bei Vergabe von Bauleistungen verbindlich. Für private Bauherren ist die VOB nicht automatisch anwendbar, sondern muss ausdrücklich vereinbart werden.

Olaf Varlemann (2016)

Praxistipps und Verbraucherinformationen zum Thema Hausbau. Hier finden Sie Informationen dazu, was Sie beim Neubau einer Wohnimmobilie beachten sollten.

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